Oktober 2018

17.10.2018

Anwohner der K39 sind weiterhin genervt über zunehmenden Lärm des Schwerlastverkehrs verursacht durch den immer schlechter werdenden Straßenzustand.

Hier ein aktueller Bericht in Form eines Schreibens an das Umweltamt des Landkreises Stade:

Nachdem der schlechte bis desolate Zustand der Straßen im Kreisgebiet unlängst Anlass für eine wenig positive  Berichterstattung in den Medien (z.B. Panorama 3) war, möchte ich als Anwohner der Kreisstraße 39 im Jorker Ortsteil Borstel-Neuenschleuse Sie auf den in letzter Zeit auch hier deutlich schlechter werdenden Zustand dieses Straßenabschnittes mit zunehmendem Schadensbild, insbesondere auf der Nordseite der Straße, hinweisen. Dazu übersende ich Ihnen ein paar Fotos, die ich bei mir vor der Haustür gemacht habe.

 

Das erste Bild zeigt Absackungen und Aufbrüche auf einer Länge von ca. 23 m. Das zweite einen größeren Aufbruch innerhalb dieses Schadens, ca. 1 m lang, 10 cm breit und bis zu 8 cm tief und das dritte Aufbrüche auf einer Länge von ca. 15 m östlich vom ersten Schaden zwischen Neuenschleuse 30 und 30 a. Die Bilder 4 und 5 zeigen Schäden innerhalb dieser Strecke. Darüber hinaus befinden sich zwischen Neuenschleuse 22 und 32 in der Mittelnaht der Straße in gehäufter Folge z.T. mehrere Zentimeter breite Risse und Aufbrüche bis hin zu einzelnen Löchern.

(Setzen Sie den Cursor auf ein Foto, so erscheint der Fototext neben dem Cursor. Mit Klick auf das Foto wird das Foto vergrößert.)

Verbunden mit der der hier geltenden Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h kommt es mittlerweile beim Überfahren dieser Schäden durch LKW zwischen den Hausnummern Neuenschleuse 29 – 32  zu erheblich störender Geräuschentwicklung und ‑belästigung durch lautes Poltern und Scheppern, insbesondere von großen Leerfahrzeugen, wie leeren Containersattelzügen, Containerzügen mit Leercontainern, leeren doppelstöckigen Autotransportern  und hochbordigen Muldenzügen, wie z.B. denen der Fa. Karl Meyer sowie von Airbus-Transportern mit Planenaufbau. Wegen der Schäden überwiegend im nördlichen Fahrtstreifen (s. oben)  ist davon in erster Linie die Fahrtrichtung Lühe betroffen.

Nach der bis zum Herbst des kommenden Jahr andauernden  Sanierung der L 140 in Osterjork soll lt. Planung dann die Instandsetzung der K 39 von Borstel bis zur hamburgischen Landesgrenze in Angriff genommen werden. Von einem geplanten Zeitpunkt einer Grundsanierung des hiesigen Abschnitts ist mir bislang überhaupt noch nichts bekannt geworden, weder bei den angekündigten Planungen auf der Internetseite von „Dialog A 26“ noch anderswo. Insofern ist es völlig unverständlich, warum nicht angesichts dieses bereits jetzt ersichtlichen Schadensbildes die Höchstgeschwindigkeit nicht wenigstens auf mindestens 50 km/h reduziert wird.

In Anbetracht des schier unglaublichen Schadenspotenziales durch LKW gegenüber PKW , welche je nach miteinander verglichenen PKW unterschiedlicher Gewichtsklassen mit LKW unterschiedlicher Gewichtsklassen und in Abhängigkeit von deren jeweiliger Achsenzahl,  zwischen dem  20.000- und fast 100.000-Fachen (!!!) liegen können, ist dies ein nicht nachzuvollziehender Vorgang! Gerade wenn eine Grundsanierung noch deutlich in der Zukunft zu stehen scheint, wäre zumindest eine Geschwindigkeitsbeschränkung ein geeignetes Mittel, um weitere Schäden abzumildern und zumindest zu verzögern. Unbestritten ist auch , dass sich ein Schadenspotenzial mit zunehmender Geschwindigkeit weiter erhöht, sich dagegen bei einer Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit entsprechend verringert und damit zu einer Verzögerung der Zunahme weiterer Schäden beitragen würde.

Während die Höchstgeschwindigkeit auf der K 39 ab Cranz und dann in Grünendeich übergehend auf den Obstmarschenweg/ L 140 bis mindestens Grünendeich/Wetterndorf fast durchgängig – selbst auf dem sanierten Abschnitt zwischen Neuenschleuse und Borstel – auf 50 km/h festgesetzt wurde, ist völlig unverständlich, dass die Höchstgeschwindigkeit auf dem nur 1,3 km langen und deutlich vorgeschädigten Abschnitt der K 39 zwischen Neuenschleuse/Yachthafenstraße und Wisch, Haus Nr. 28,  nach wie vor auf 70 km/h belassen bleibt. Welcher Vorteil soll darin für den Wirtschaftsverkehr und die übrigen Verkehrsteilnehmer auf diesem sehr kurzen Teilstück des o.g. Streckenabschnitts bestehen, der eine Inkaufnahme derartiger Schäden rechtfertigt?

Da der Verkehr nach den auf beiden Seiten angrenzenden kilometerlangen Strecken mit 50 km/h (Wisch bis Wetterndorf bzw. Neuenschleuse bis Hamburg) erstmalig wieder richtig „aufdrehen“ kann, ist dies auch genauso zu beobachten!

Um Kenntnisnahme und weitere Veranlassung wird gebeten.

 

16.10.2018

Eine interessante Fahrt mit einem Gefahrguttransporter der Firma Air Products / Air Liquide (EN – FM 48).

Transportiert wird laut Gefahrgutkennzeichen das Produkt 23 / 1049 (Wasserstoff, verdichtet).

Auf der K39 wird es schon im Begegnungsverkehr mit einem PKW eng.

 

Für die meisten Abschnitte reicht die rechte Fahrbahnseite nicht aus.

 

Auch gibt es keine Hemmschwelle beim Überholen landwirtschaftlicher Fahrzeuge innerhalb geschlossener Ortschaft (L140).

 

Orientierungs- und Einordnungsfahrstreifen interessieren nicht, das Tempo muss gehalten werden. Die Geschwindigkeit innerhalb Hollern-Twielenfleth: immer gute 60 km/h.

Die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Stade hat den Weg freigemacht für Gefahrguttransporte durch das Alte Land, dem größten Obstanbaugebiet Deutschlands. Zu welchem Preis?